So langsam gestaltet sich die Platzsuche immer schwieriger. Je mehr wir in Richtung Grenze zu Weißrussland kommen, desto weniger Auswahl haben wir. Wir haben uns für den Platz am Hafen von Pulawy entschieden und steuern diesen zielstrebig an. Doch Pech gehabt! Der Platz ist geschlossen und wir stehen vor der Schranke. Jetzt heißt es wenden und ein neues Ziel ins Auge fassen. Park4Night hilft uns hier gewaltig. Ganz in der Nähe soll sich ein Campingplatz befinden.
Tatsächlich finden wir den kleinen und sehr feinen CP , welcher direkt an der Hauptstrasse liegt. Der Lärm stellt jedoch kein Problem dar, da die Stellplatzfläche im hinteren Teil des Grundstückes liegt. Bezahlt wird im "Supermarkt", welcher sich direkt auf dem Platz befindet.
Dieser Supermarkt läßt keine Wünsche offen. Vom Apfelsaft bis zur Zange gibt es hier einfach Alles. Und wenn ich Alles schreibe, dann meine ich Alles. In unendlich vielen kleinen Räumen, welche wie ein Labyrinth angeordnet sind, kann man Stunden mit Stöbern verbringen. Der Laden erinnert uns ein bißchen an die chinesischen Supermärkte in Spanien.
Jeder Artikel ist von Hand ausgezeichnet und der nette Herr an der Kasse hat alles im Griff. Deutsch oder Englisch kann er zwar nicht, doch irgendwie funktioniert die Verständigung. Um nicht mit leeren Händen den Laden zu verlassen kaufen wir eine Flasche Zubrowka Bison Grass Vodka.
Zur Anlage gehört ein kleines Hotel, eine Sauna, sowie einige Grillhäuser, welche von allen Gästen genutzt werden können. Auch Pferde und ein netter Esel leisten den Gästen Gestellschaft. Für eine Nacht incl. Strom, V/E, bezahen wir 15 €.
In der Umgebung gibt es jedoch nichts. In ca. 4 km Entfernung befindet sich ein kleiner Ort, welcher jedoch nicht sehr sehenswert sein soll. Somit gibt es heute nur einen kleinen Spaziergang mit Kimi und Onlinesuche nach einem Platz für Morgen.
Aufgrund der dünnen Dichte von Stellplätzen kann man in dieser Gegend nicht einfach in Blaue hinein fahren.