Wir haben uns für einen Campingplatz nahe der Weißrussischen Grenze entschieden. Doch hier hat uns Park4Night etwas völlig falsches empfohlen.
Ein Wald mit vielen kleinen verfallenen Holzhütten, ein Kinderspielplatz, welcher Eintritt kostet und sonst gibt es hier nichts. Also nichts wie weg.
Wir geben Suraz, in der Woiwodschaft Podlaskie, ins Navi ein und hoffen. Der Weg dorthin gestaltet sich holprig. Zum ersten Mal auf unserer Reise machen wir bekanntschaft mit "polnischen" Straßenverhältnissen. Ein Schlagloch reiht sich an die nächste Bodenwelle! Die Anzahl der am Straßenrand stehenden Kreuze lassen auf die polnische Fahrweise schließen, da die Straße eigentlich schnurgerade ist. Doch Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote gibt es hier nur auf Schildern, Beachtung finden sie keine. Wir fahren somit des Öfteren in Haltebuchten um die gestreßten Auto- und LKWfahrer vorbei ziehen zu lassen.
Der angestrebte Platz liegt direkt am Fluß Narew, welcher von vielen Kanufahrern genutzt wird. Auch hier am Platz befindet sich ein Kanuverleih, sowie eine kleine Pension mit Gaststätte. Einige der Kanufahrer nutzen jedoch die Möglichkeit auf dem Gelände ihre Zelte auzuschlagen, denn auch hier finden sie überdachte Sitzmöglichkeiten mit Lagefeuerstellen.
Uns wird ein Platz auf der großen Wiese zugewiesen und solange es nicht regnet, sind wir sehr entspannt. Denn bei Regen könnte es ein kleines Problem mit unserem Vorderradantrieb geben - es wäre nicht das erste Mal. Da heißt es positiv denken.
Ganz in der Nähe soll sich ein Freilandmuseum befinden. Tja, die Übersetzung des Wortes "Freilandmuseum" in Google war wohl nicht korrekt, denn wir finden nur einige Holzhäuser vor, in welchen nichts mehr stattfindet und die für irgend eine Veranstaltung gebaut wurden. Aber was solls, Kimi hatte seinen Spaziergang und wir haben ein wenig der Umgebung gesehen.
Der Platz ist superschön und so genießen wir den Tag und dem Kanutreiben auf dem Flüßchen.