Die Fahrt nach Hause Ankunft 21.3.2020


Früh um 8 Uhr brechen wir auf und setzen unsere Fahrt in Richtung Frankreich fort. Wir wollen bis Gruissan in Südfrankreich fahren wo wir einen offenen Stellplatz im Hafen erhoffen.


Nur wenige LKW's und PKW's sind auf der Autobahn zu sehen. Es wirkt alles etwas gespenstisch und unwirklich. Kurz nach Barcelona ein Tankstopp und Kimi darf eine kleine Runde Gassi gehen. Gerd und Anne fahren voraus, wir hinterher.


Ein letzter Tankstopp auf spanischer Seite (1,11 der Liter Diesel) und wir passieren gegen 12 Uhr die französische Grenze ohne irgendeine Kontrolle. Die Autobahn in Frankreich ist noch leerer als in Spanien, streckenweise ist gar kein Fahrzeug zu sehen.


Der Stellplatz in Gruissan entpuppt sich als geschlossen. Zusammen mit Gerd und Anne diskutieren wir die weitere Vorgehensweise, entscheiden uns dann jedoch getrennt weiter zu fahren. Da es erst ca. 13 Uhr ist bleibt noch jede Menge Zeit einen Schlafplatz für die Nacht zu finden.


In dem kleinen Ort Carnourgue, nördkich von Millau finden wir was wir suchen. Der Stellplatz der Gemeinde ist noch offen und es haben sich bereits 4 weitere Wohnmobile hier angesammelt.


Wir parken unser Wohnmobil direkt neben einem kleinen Bach und erholen uns von der Fahrt. Für einen kostenlosen Stellplatz wird hier Entsorgung sowie Versorgung mit Frischwasser angeboten. Leider hatten wir keine Möglichkeit das hübsche Dorf zu besichtigen, das werden wir jedoch bei nächster Gelegenheit nachholen.


Gegen 9 Uhr früh verlassen wir Carnourgue und werden am ersten Kreisverkehr von der Polizei angehalten. Wir erklären, daß wir auf dem Rückweg nach Deutschland sind und werden freundlich durchgewunken.


Eine lange Strecke liegt vor uns denn wir wollen am 20.3.2020 die deutsche Grenze erreichen. Über Clermon-Ferrand, Lyon, Villfranche-sur-Saone und Besancon nähern wir uns Mülhausen. Ursprünglich wollten wir einen kleineren Grenzübergang wählen und noch eine Nacht an der Saartherme stehen. Wir hatten jedoch Zweifel ob der dortige Grenzübergang überhaupt geöffnet ist.


850km später passieren wir die Grenze zu Deutschland. Lediglich 4 Fahrzeuge stehen vor uns. Die deutschen Grenzer wollen unsere Ausweise sehen und winken uns ebenso freundlich durch.


Und wieder begeben wir uns auf die Suche nach einem offenen Stellplatz. Wir konzentrieren uns auf kostenlose Plätze mit wenigen Plätzen. In der Nähe von Neuenburg am Rhein im Örtchen Hügelheim haben wir Glück. Hinter der Winzerhalle gibt es 3 kostenlose Stellplätze .


Man steht hier außerordentlich ruhig und falls geöffnet, bietet die angrenzende Vinothek noch die Möglichkeit die Weine der Region zu probieren.


Bereits um 22 Uhr liegen wir in unserem Alkoven und sind froh, Deutschland erreicht zu haben.


Am nächsten Morgen verlassen wir gegen 9 Uhr den Platz. Vor uns liegen jetzt nur noch ca. 300km. Die Autobahn in Deutschland ist regelrecht voll, viele LKW's sind unterwegs um die leeren Supermarktregale aufzufüllen.


In der Heimat angekommen füllen wir unsere Vorräte in einem EDEKA Markt auf und parken unser Wohnmobil erleichtert vor dem Haus.




Am Sonntag 22.03.2020 erläßt die deutsche Bundesregierung eine zunächst 14-tägige Ausgehbeschränkung über Deutschland. Wir wissen sehr gut, daß es nicht bei diesen 14 Tagen bleiben wird.


Heute, am 24.04.2020, ist der Stand folgendermaßen: Deutschland hat 30.150 Infizierte, 130 Todesfälle und 453 Genesene.