Am nächsten Tag starten wir wieder recht früh um die 220km nach Cappy bei einigermaßen angenehmen Temperaturen zu fahren. Viel hilft es nicht, das Thermometer klettert auf 39 Grad. Den Stellplatz bei Cappy haben wir uns wieder wegen einem Fluß herausgesucht. Der Platz war früher einmal richtiger Campingplatz und ist jetzt vornehmlich für Wohnmobile gedacht. Es dürfen aber auch Wohnwägen in der Hauptsaison dort stehen. Großzügige Parzellen, eingeteilt mit Hecken und Sträuchern und vielen Bäumen die Schatten spenden machen diesen Stellplatz zu etwas Besonderem.
Die Somme fließt recht nahe am Stellplatz entlang und es gibt schattige Wege um am Ufer entlang spazieren zu gehen.
Ansonsten ist in direkter Nähe nicht viel Besuchenswertes erkennbar - außer eine Gärtnerei wo man sich allerlei Gemüse und Obst recht günstig selber pflücken kann. Wir sind bei immer noch 39 Grad im Schatten jedoch wenig geneigt uns bei diesen Temperaturen auf dem Feld abzumühen.
Ein englisches Ehepaar, welche Jochen auf seinem täglich Gassigang kennen lernt, erzählt, daß hier rund um Cappy, im 1. Weltkrieg, die deutschen Truppen vom Feind überrant wurden. Zahlreiche deutsche Soldatenfriedhöfe fielen uns schon auf der Strecke dorthin auf, nun wissen wir warum.
Unseren Abend verbringen wir schwitzend als Bewegungslegastheniker vor dem Womi. Erst gegen 23:00 wird es erträglicher und wir lüften das Wohnmobil über sämtliche Fenster.
An Schlaf ist recht wenig zu denken in dieser Nacht, dafür ist es einfach zu warm.
Gerne wären wir noch einen Tag auf diesem schönen Platz geblieben, die Wettervorschau auf 41 Grad vertreibt uns jedoch. Wir hoffen, daß es am Meer etwas kühler oder zumindest windiger ist.